PostHeaderIcon Konzentrationsmangel

Jetzt konzentriere Dich endlich!

 

 

Durstige Kinder und Jugendliche, das gilt aber auch für Erwachsene, können sich schlechter konzentrieren, wenn es dem Gehirn an Wasser mangelt! Der Buchautor und Schulberater Detlef Träbert rät: „Viel trinken, Bewegung und frische Luft sind das A und O., denn als ehemaliger Lehrer weiß er wovon er spricht, wenn in der Schule Konzentration und Leistungsfähigkeit nachlassen.

Dr. Helmut Heseker, Ernährungswissen-schaftler und Leiter der Fachgruppe „Ernährung und Gesundheit“ an der Universität Paderborn und Professor Dr. Michael Weiß vom Sportmedizinischen Institut der Uni Paderborn, haben bei ihrer Auswertung wissenschaftlicher Studien zum Thema „Trinken und Leistungsfähigkeit in der Schule“ einen deutlichen Zusammenhang zwischen Trinken und Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen in der Schule, aber auch in der Freizeit nachgewiesen. Fest steht: durstige Kinder und Jugendliche können sich schlechter konzentrieren!

Etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen trinken weniger als empfohlen (48% bei den Jungen, 59% bei den Mädchen, sagt die Gesellschaft für Ernährung e.V. Nachweislich führt eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr zu Konzentrationsschwächen und Leistungs-mangel. Dass zu viel trinken hingegen ungesund sei ist wissenschaftlich längst widerlegt, auch wenn dieser Irrglaube immer noch weit verbreitet und sogar in einigen Schulbüchern anzutreffen ist.

Das Problem ist relativ einfach zu erklären, das Durstempfinden bei Kindern und Jugendlichen ist oft nur sehr schwach ausgeprägt und oft wird das Durstsignal einfach ignoriert. Vor allem beim Toben, Rennen, Klettern und beim konzentriertem Spielen, ist das Durstsignal bei Kinder oft zu schwach, um etwas zu  trinken. Das ist gerade bei den Heranwachsenden sehr problematisch, habe sie doch einen höheren Wasserbedarf als Erwachsene. Der Wasserstoffwechsel ist bei Kindern und auch der Wasseranteil im Vergleich zur Gesamtkörpermasse ist deutlich höher.

Dazu kommt noch, dass schätzungsweise 30% aller Schülerinnen und Schüler ohne Frühstück aus dem Haus gehen und ohne Flüssigkeitsaufnahme in den Schultag starten. Untersuchungen zeigen, dass dies bereits zu einer verminderten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit führt und Erschöpfungszustände durch frühzeitige und regelmäßige Zufuhr von reinem Wasser verhindert werden könnten.

Projekte wie das des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz „Trinken in der Schule“ versuchen ebenfalls geeignete Durstlöscher in den Schulalltag zu integrieren.

Empfehlung
Schülerinnen und Schüler sollten nicht erst trinken, wenn sie durstig sind, denn Durst ist ein Warnsignal für einen akuten Wassermangel des Körpers. Nur regelmäßiges Trinken kann den Körper vor diesem Defizit bewahren. Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren sollten etwa 1 Liter und ab 13 Jahren zirka 1,5 Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken. Am besten geeignet ist hierfür Wasser, da es keine Kalorien enthält und den Konsum von zuckerreichen Getränken einschränkt. Somit wird die Kalorienzufuhr langfristig vermindert und Übergewicht vorgebeugt.

Buchempfehlung
„Wasser & Salz - Urquell des Lebens“
Der. med. Barbara Hendel/Peter Ferreira - ISBN-10: 3000082336

Studie „Durstige Kinder können sich schlechter konzentrieren“
Dr. Helmut Heseker/Dr. Michael Weiß

Broschüre „Trinken in der Schule - Geeignete Durstlöscher in den Schulalltag integrieren“
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)

"In der Geschichte ist Wasser, und vor allem sein Ursprung, die Quelle, immer Gegenstand von Verehrung und Respekt gewesen. Die Erfindung des Wasserhahns und der Mineralwasser-Flasche haben uns vergessen lassen, dass Wasser, bevor es aus dem Hahn fließt oder in Flaschen verkauft wird, ein Geschenk der Natur ist." Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises